Ich wollte schon länger eine kleine Lüftersteuerung für mein Datengrab bauen und da ich gerade sowieso im Umbau bin, und der Zufall mir die Teile zugespielt hat, habe ich es in Angriff genommen.
Ich habe auf Abfallplatinen von einem Media-Converter (10Base-T <-> 10Base-2, LanCast) folgenden Spannungswandler gefunden: LM2575T-5.0.
Peripheriebauteile waren auch dabei, also alles bestens.
Für eine regelbare Steuerung wäre natürlich die ADJ-Variante besser gewesen, als die für 5V Konstantspannung, nach drei bis 10 Blicken ins Datenblatt bin ich allerdings beim Blockschaltbild auf die eingegossenen Widerstandswerte gestoßen.
Dort steht, dass R1 (Feedback->Masse) immer 1k ist und es sind weitere Werte für die jeweiligen Versionen (3,3V, 5V, 12V, 15V) angegeben. Ich habe die 5V-Version und ein weiterer Blick hat mir eröffnet, dass ich lediglich zwischen Feedback und dem Ausgang etwas mehr Widerstand geben muss, um auf 12V zu kommen.
Mit einem Poti hat man nun die Möglichkeit, bei 14V Eingang von 5V (0 Ohm) bis 12V (ca. 5,7k) zu regeln. Bei 12V Eingang (Computer +12V) kann man laut Datenblatt immerhin bis 10V (VIN-2V) Ausgangsspannung regeln.
Eine erste Version des Reglers als Slotblende:
Das Schaltbild für eine professionellere Umsetzung:
Das Platinenlayout:
Die beim Layout verwendeten Buchsen sind eingangsseitig ein 4-Pin Molex (Floppy-Strombuchse) und ausgangsseitig ein 3-Pin Molex (Lüfteranschluss).
Die Kondensatoren (2×220µ und 1×100µ), die Schottky-Diode und die Spule (zumindest irgendeine, ich nehme an, die richtige) waren alle auf der Abfallplatine. Ich brauchte also keine weiteren Teile außer den vorhandenen.
Der Regler ist für 1A ausgelegt, dürfte also für 6 Lüfter reichen. Der Regelbereich von 5-10V ist (finde ich) optimal. Und da ich noch ca. 10 von den Abfallplatinen habe, werde ich mir noch (mindestens) einen Regler bauen.
Im übrigen ist der Regler kein linearer Spannungsregler, der den Überschuss verbrennt, sondern ein Step-Down-Regler. Daher hat er einen Wirkungsgrad zwischen 65 und 90%!





